Die schönsten Tage sind die an denen ich in der Werkstatt mit Hammer und Meißel in meinen Händen einem Stein seine Form gebe.

Auch gibt es diese kühlen Regentage, an denen es kaum etwas besseres gibt, als mit Ölfarben Geschichten auf Leinwänden zu erzählen.

Es gibt noch die anderen wunderbaren Tage, an denen ich völlig neue Wege beschreite. Experimentiere mit Beton, Gips, Silikon...

Und dann sind da diese langen dunklen Winterabende, wie geschaffen mit warmer Wolle farbige Strickmuster zu entwerfen.

 

Oft werde ich gefragt, wie lange ich an einer Skulptur, einem Bild... arbeite. Wie ich die Ideen bekomme. Die Idee kommt einfach, ungefragt zu den kuriosesten und auch banalsten Momenten. Und Zeit ist nicht in Wochen oder Stunden fassbar. Selbst wenn ich eine Skulptur in wenigen Tagen aus dem Stein hole, so steckt doch alles Erfahrene und bis dahin Erlebte darin. Der Arbeitsbeginn an einem Objekt ist nie der Punkt Null. Es liegt immer schon eine scheinbar unsichtbare Wegstrecke hinter mir.

 

Es tut mir gut, diese Dinge zu erschaffen und ich erschaffe sie, um anderen gut zu tun. Der Wille zur Schönheit, zur Ästhetik, zum in sich ruhenden Lächeln ist das verbindende Element aller meiner Kreationen. Selbst wenn der Zufall sich hin und wieder blicken lässt, so ist es doch die Absicht, welche ich verfolge.

Die Welt kennt genug Elend. Jeden Tag versucht es uns anzuspringen. Das will verkraftet sein. Ich bearbeite es nicht. Ich setzte dem etwas entgegen:

Die Schönheit einer Form.

Die Schönheit der Farbe.

Die Schönheit des Materials, welches, bestenfalls wie wir selbst, auf schöne Art altert.